DRK-Blutspendedienste erhalten European AutoID-Award Kategorie
„Sichere Identität“
für neuen bundesweit gültigen Blutspendeausweis
Berlin, 25. April 2012
Auf der Messe EURO ID 2012 in Berlin wurde den DRK-Blutspendediensten für die Herausgabe eines bundesweit gültigen Blutspendeausweises der European AutoID-Award in der Kategorie „Sichere Identität“ verliehen. Zum siebten Mal wird der European AutoID-Award vom Verband für Automatische Identifikation, Datenerfassung und Mobile Datenkommunikation (AIM) und der Informa Business Communication verliehen. Präsentiert wird der Preis von dem Fachmagazin „RFID im Blick“ als Award Partner. Der European AutoID-Award wird in den Kategorien 'RFID', 'Optische Identifikation' und 'Sichere Identität' verliehen.

In Deutschland sind sieben DRK-Blutspendedienste in 16 Bundesländern für die sichere und gesicherte Versorgung der Bevölkerung mit Blutpräparaten verantwortlich. Die Entwicklung eines einheitlichen modernen Spendeausweises für sieben DRK-Blutspendedienste, der die Mobilitätsanforderungen der Spender/innen erfüllt zeichnete sich durch eine hohe Komplexität aus. Neben den technologischen Herausforderungen unterschiedlicher EDV-Systeme, waren insbesondere regionale Unterschiede bei der Durchsetzung des einheitlichen Ausweises zu überwinden. Das DRK-Blutspendewesen in Deutschland zeichnet sich durch sein föderales System aus, in dem die Zuständigkeit der Bundesländer auch in der Umsetzung des gemeinsamen Projektes zu berücksichtigen sind.
Professor Dr. Frank Gillert von der Technischen Hochschule Wildau [FH] hat das DRK maßgeblich bei der Einführung des neuen Blutspendeausweises beraten. „Der Spender muss der Technik in erster Linie vertrauen, sonst spendet er nicht mehr und das wäre fatal“, erläutert Gillert. Aus diesem Grund untersuchte er mit seiner Studiengruppe im Vorfeld die Akzeptanz der einheitlichen Karte in zwei Pilotregionen in Berlin und Essen bei regelmäßigen und potenziellen Blutspendern.
Wolfgang Stangenberg, Geschäftsführer des DRK-Blutspendedienstes Mecklenburg-Vorpommern und Leiter der Arbeitsgruppe einheitlicher Spendeausweis sieht in der Auszeichnung eine Bestätigung des Sicherheitskonzeptes der DRK-Blutspendedienste. „Unser Bemühen, eine moderne, zeitgemäße und sichere Ausweiskarte zu schaffen, wird durch diese Auszeichnung von Experten anerkannt“, kommentiert Stangenberg.
Am 2. Januar 2012 wurde der Rollout gestartet. Seitdem wurden bis 24. April 2012 über 215.000 einheitliche Spendeausweise ausgegeben. Schrittweise werden die sieben DRK-Blutspendedienste in den nächsten Monaten die Einführung der einheitlichen Spenderausweise in ihren Regionen vornehmen. Erste Erfahrungen aus Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Sachsen bestätigen die nahezu 100prozentige Akzeptanz bei den Blutspenderinnen und Blutspendern des DRK.

