Erythrozyten

Erythrozyten

Rote Blutkörperchen - die zahlreichsten Zellen im Blut
Die roten Blutkörperchen - auch Erythrozyten genannt - sind kleine, runde Scheibchen, die keinen Zellkern besitzen.
Dadurch sind sie in der Mitte von beiden Seiten zusammengedrückt. Sie haben einen Durchmesser von ungefähr 7,5 tausendstel Millimeter, sind sehr biegsam und können sich in die kleinsten Blutgefäße zwängen. Bei Menschen bis zum 20. Lebensjahr werden die roten Blutkörperchen vom Knochenmark aller Knochen gebildet - bei älteren Menschen nur noch in den Stellen des Körpers, die Knochenmark besitzen, nämlich Rippen, Wirbelsäule und Becken.
Insgesamt befinden sich im menschlichen Körper durchschnittlich 35 Billionen Erythrozyten. In einer Sekunde werden ungefähr drei Millionen der kleinen runden Scheiben hergestellt, genauso viele sterben in dieser Sekunde allerdings auch. Das bedeutet einen Verschleiß von 260 Milliarden roten Blutkörperchen pro Tag. Durchschnittlich leben die Erythrozyten 120 Tage lang und werden in der Milz abgebaut.

Hämoglobin gibt den roten Blutkörperchen ihre Farbe
Ihre charakteristische rote Farbe erhalten die Erythrozyten durch das Hämoglobin, das auch für die Funktion des Sauerstofftransports unerlässlich ist. Für den Aufbau des Hämoglobins müssen Eisen, Vitamin B 12 und Folsäure in ausreichenden Mengen vorhanden sein.

Ein ständiger Kreislauf im menschlichen Körper

Erythrozyten schwimmen mit dem Blutstrom durch den Körper des Menschen. Das Hämoglobin innerhalb der Blutkörperchen ist so aufgebaut, dass es den Sauerstoff in den Lungen aufnehmen und an sich binden kann.
Von den Lungen geht es durch das Herz und von dort aus weiter in den Körperkreislauf bis zu den einzelnen Zellen, wo schließlich der Sauerstoff für die Funktionstüchtigkeit der Zellen notwendig ist.

An den Stellen des Körpers, wo der Sauerstoffgehalt niedrig und der Kohlendioxidgehalt hoch ist, beginnt die Arbeit der roten Blutkörperchen:
Sie tauschen den an das Hämoglobin gebundenen Sauerstoff gegen das - bei der Zellatmung frei werdende - Kohlendioxid aus und transportieren dieses über die Venen zurück zum Herzen und in den Lungenkreislauf, über den das Kohlendioxid wieder ausgeatmet werden kann.
Dieser Vorgang beginnt und endet in den Lungen und findet im ständigen Kreislauf statt.

Kleine Helfer für den Schutzmechanismus
Die Bildung der roten Blutkörperchen ist hormonell gesteuert. Wenn der menschliche Körper nicht ausreichend Sauerstoff erhält, z.B. bei Atemnot, wird dies vom Hormon "Erythropoetin" signalisiert, welches in einem akuten Notfall vermehrt in der Niere hergestellt wird und die Bildung der roten Blutkörperchen im Knochenmark anregt. Diese können schnell den nötigen Sauerstoff an die entsprechenden Stellen im Körper transportieren. Nach einer Normalisierung des Sauerstoffgehaltes wird die vermehrte Hormonbildung wieder verringert bzw. eingestellt. Der menschliche Körper schützt sich mit diesem Mechanismus selbstständig.

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