Leukozyten

Leukozyten

Weiße Blutkörperchen – wichtige, seltene Zellen
Leukozyten sind farblose Zellen, die unter dem Mikroskop neben den roten Blutkörperchen „weiß“ erscheinen.
Hierher haben sie auch fälschlicherweise den Namen „weiße Blutkörperchen“. Sie sind kugelig und besitzen im Gegensatz zu den roten Blutkörperchen und den Blutplättchen einen Zellkern. In einem Kubikmillimeter Blut sind in etwa 5.000 bis 10.000 Leukozyten enthalten.

Leukozyten sind so genannte Fresszellen
Im Allgemeinen haben weiße Blutkörperchen die Aufgabe, den Körper gegen Eindringlinge zu verteidigen. Die Stoffwechselprodukte der Krankheitserreger locken die Leukozyten an, welche durch eigenständiges Strecken und Zusammenziehen in der Lage sind, sich eigenständig zu bewegen und die Adern durch kleine Spalten in den Gefäßwänden zu verlassen und direkt zu den infizierten Stellen im Körper zu gelangen. Die Krankheitserreger werden von den Leukozyten sozusagen „gefressen“, durch Enzyme zerstört und anschließend verdaut. Dieser körpereigene Schutzmechanismus der Leukozyten ist für einen jeden Menschen lebensnotwendig.

Granulozyten, Monozyten und Lymphozyten
Generell teilt man die Leukozyten in drei Gruppen ein: Die Granulozyten, Monozyten und Lymphozyten. Während Granulozyten und Monozyten beim erwachsenen Menschen im Knochenmark gebildet werden, werden die Lymphozyten in der Milz, den Lymphknoten, der Thymusdrüse und den Mandeln produziert.

Alle drei Leukozyten-Arten dienen der Abwehrfunktion des Körpers, jedoch auf unterschiedliche Art und Weise:
Die Granulozyten, die 65% der Leukozyten ausmachen, leben einige Stunden. Diese so genannten Fresszellen erkennen eingedrungene Fremdkörper und machen diese unschädlich für den Körper. Das Ergebnis ihrer Arbeit ist der aus Wunden austretende Eiter, der aus zerstörten Krankheitserregern, Zellbestandteilen und Leukozyten selbst zusammengesetzt ist. Ein Teil der Granulozyten kann Stoffe zur Blutgerinnung freisetzen, die die Gerinnselbildung verhindern sollen.

Monozyten nehmen ebenfalls Krankheitserreger und Fremdstoffe auf, die in ihrem Zellkörper zerstört werden. Leukozyten bestehen zu 10% aus den ein bis zwei Tage lebenden Monozyten. Die Lymphozyten machen einen wichtigen Teil des Abwehrsystems mit einer 25%igen Beteiligung an den Leukozyten aus. Die jahrzehntelang lebenden Zellen bilden Antikörper, die uns Menschen gegen Krankheitserreger immun machen. Durch die Beteiligung all dieser Zellen an den Abwehrfunktionen des Körpers sind die Leukozyten unerlässlich für das menschliche Immunsystem. Durch Infektionen werden die Leukozyten vermehrt gebildet, damit sie die hohe Anzahl von Krankheitserregern bekämpfen können. Eine solche Vermehrung der Leukozytenanzahl nennt man „Leukozytose“. Werden die Leukozyten auf Grund einer Störung im Körper nur noch vermindert produziert („Leukopenie“), kann es zu einer Störung oder sogar zum Ausfall der Infektabwehr kommen und der Körper ist nicht mehr ausreichend gegen Krankheitserreger geschützt.

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