Bundesbanker spenden seit Jahrzehnten Blut

5 264 Liter für die gute Sache

Deutsche Bundesbank erhält Auszeichnung für gesellschaftliches Engagement
Seit 1976 finden in der Zentrale der Bundesbank zweimal im Jahr Blutspendetermine des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) statt. 10 527 Spenden haben die Mitarbeiter in 35 Jahren bereits geleistet – insgesamt 5 264 Liter. Als erstes Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet erhält die Bundesbank für das Engagement ihrer Mitarbeiter die Auszeichnung „Helfende Hände“.

Die Bundesbank ist nicht nur ein langjähriger Unterstützer des DRK-Blutspendedienstes, ihre hausinternen Spendetermine sind auch überaus gut besucht. 200 Mitarbeiter nehmen im Schnitt an einem Termin teil; bei anderen Unternehmen ist es gerade einmal die Hälfte.

„Der Vorgang ist überhaupt nicht schmerzhaft und dauert auch nicht lange“, versichert Tobias Kreuter (ZB B), einer der regelmäßigen Spender. Knapp zwölf Minuten benötigt er für seine jüngste Spende. Mit Aufnahme der Daten, ärztlicher Untersuchung und anschließender Erholung kostet sie ihn nicht mal eine Stunde. Kreuter und viele seiner Kollegen nehmen seit Jahren regelmäßig die Spendetermine wahr. Solches Engagement wird ausgezeichnet – für die 10., 50. und 75. Blutspende erhalten die Spender Ehrennadeln des DRK. „Allein seit 1999 wurden über 200 Ehrungen an Beschäftigte der Bundesbank vergeben“, erzählt Betriebskrankenschwester Rosemarie Becker, die gemeinsam mit Kollegin Gabriele Altmann die Termine organisiert und begleitet.

Wie wichtig Blutspenden ist, betont Professor Erhard Seifried, ärztlicher Direktor und Geschäftsführer des DRK-Blutspendedienstes Baden-Württemberg-Hessen.

„Wer Blut spendet, trägt in vielen Fällen nicht nur zur Lebensverlängerung, sondern sogar zur Lebenserhaltung bei.“ Insbesondere für Behandlungen von Krebspatienten während der Chemotherapie wie auch für Organtransplantationen oder nach Verkehrsunfällen wird ständig Spenderblut benötigt. „40 Prozent aller operativen Eingriffe in Kliniken wären ohne Blutspenden gar nicht möglich“, so Seifried. Über 5,5 Millionen Spenden werden jedes Jahr in Deutschland benötigt – 15.000 jeden Tag. Mit der wachsenden Zahl älterer Menschen wird dieser Bedarf weiter steigen. Ihn zu decken ist nicht einfach, denn nur drei Prozent der Deutschen sind bereit, Blut zu spenden. Ein Grund mehr, bei dem nächsten Spendetermin auch den Büronachbarn mitzubringen. (win)

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Regionale Versorgung:

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Die DRK-Blutspendedienste sorgen für eine sichere und gesicherte Versorgung mit Blut und Blutpräparaten an 365 Tagen im Jahr.

Gemeinnützig:

Die Blutspendedienste des DRK sind gemeinnützige Gesellschaften und dem Gemeinwohl verpflichtet.

Zusätzlich folgen die DRK-Blutspendedienste auch den ethischen Grundsätzen des Roten Kreuzes.