Trotz WM-Fieber große Resonanz am 11. Weltblutspendertag

Die Fußball-WM in Brasilien ist das beherrschende Thema dieser Tage. Dennoch nahmen am 14. Juni wieder zahlreiche Blutspender an den bundesweit angebotenen Blutspendesonderterminen zum 11. Internationalen Weltblutspendertag teil, an dem auch 65 Blutspenderinnen und –spender aus ganz Deutschland in feierlichem Rahmen in Berlin für ihr Engagement geehrt wurden.

WeltkrebstagBerlin, 15.06.2014
Anders als im Fußball gibt es im Bereich der Blutspende nur Gewinner! Gesunde Mitmenschen spenden uneigennützig einen halben Liter Blut und übernehmen so Verantwortung für schwerkranke Menschen in ihrer Heimatregion! Während die ganze Nation im WM-Fieber ist und das Auftaktspiel der Deutschen Nationalmannschaft am 16. Juni kaum noch erwarten kann, geht das Leben in allen anderen Bereichen weiter. Insbesondere die Patienten in den Krankenhäusern und medizinischen Einrichtungen sind weiterhin auf Hilfe und oft auch auf Spenderblut angewiesen. Deshalb war es gut, dass auch am 11. Internationalen Weltblutspendertag wieder zahlreiche Blutspender an den bundesweit angebotenen Blutspendeterminen teilgenommen haben.

Danke für das uneigennützige Geschenk
Jährlich leisten 1,9 Millionen Menschen bei den Blutspendediensten des Deutschen Roten Kreuzes eine Blutspende. Am 14. Juni, dem Internationalen Weltblutspendertag, ehrte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Blutspender und engagierte Ehrenamtliche. Die Blutspendedienste des DRK laden dazu seit 2004 jedes Jahr 65 Bürgerinnen und Bürger aus ganz Deutschland stellvertretend für alle DRK-Blutspender/innen zu einer Festveranstaltung nach Berlin ein. Damit würdigt das DRK das freiwillige und unentgeltliche Engagement seiner besonders aktiven Blutspender und ehrenamtlichen Mitarbeiter der DRK-Blutspendedienste.

Versorgung kann nur dank der vielen freiwilligen Blutspender und ehrenamtlicher Helfer gewährleistet werden
Die DRK-Blutspendedienste nutzten bundesweit auf zahlreichen Veranstaltungen am Internationalen Weltblutspendertag die Gelegenheit, die Bevölkerung darüber zu informieren, wie wichtig die Notwendigkeit der freiwilligen und unentgeltlichen Blutspende für die Arbeit des DRK und die Versorgung der Patienten und der medizinischen Einrichtungen ist.

Die rund 15.000 Blutspenden, die hierfür deutschlandweit täglich nötig sind, kommen nur dank des Engagements vieler ehrenamtlicher Helfer und Blutspender zustande. Stellvertretend für sie alle wurden 65 Personen im Rahmen des Weltblutspendertages bei einem Festakt im Schloss Charlottenburg geehrt. Sie haben im Laufe ihres zum Teil jahrelangen Engagements als Blutspenderin oder Blutspender insgesamt 6.284 Blutspenden geleistet. Das entspricht einer Anzahl von rund 3.142 Litern Blut, das zur Behandlung und Heilung schwerkranker Patienten eingesetzt werden konnte.

Unter den Personen, welche dieses Jahr ausgezeichnet werden, befinden sich:

  • aus Baden-Württemberg: Winfried Böhm aus Markdorf, Gerhild Danner aus Gundelfingen, Gudrun Freier aus Karlsruhe, Elena Kühner und Wolfgang Schwanke aus Schwäbisch-Gmünd, Carmen und Ludger Rothermel aus Nufringen sowie Dirk Sprecher aus Pforzheim.
  • aus Bayern: Andreas Beer aus Neunburg vorm Wald, Michaela Dürr aus Arnstein, Georg Gerzimbke aus München, Constanze Meißner aus Neu-Ulm, Gisela Schmidt aus Speichersdorf und Edelgard Schulz aus Altdorf.
  • aus Berlin: Bärbel Kasperski aus Marzahn und Sylvia Polzin aus Neu Hohenschönhausen.
  • aus Brandenburg: Gudrun Jentsch aus Ludwigsfelde und Winfried Knödl aus Guben.
  • aus Bremen: Peter Vogel aus Bremen Huchting.
  • aus Hessen: Lea und Ralf Baist aus Schlüchtern, Elisa Heep aus Waldsolms, Bernhard Henschel aus Edermünde, Franz Müller aus Dornburg und Viola Schönig aus Groß-Zimmern.
  • aus Mecklenburg-Vorpommern: Barbara und Gerd Neumann aus Teterow und Birgit Rahm aus Kühlungsborn.
  • aus Niedersachsen: Bernd Ahrens aus Meine, Gerhard Belger aus Winsen, Gisela Hufnagel aus Oldenburg, Jürgen Krabbe aus Schüttorf, Annegret Mendala aus Lüchow, Wolfgang Sander aus Wiefelstede und Herbert Walterling aus Norden.
  • aus Nordrhein-Westfalen: Björn Bender und Sascha Henkel aus Lennestadt, Ursula Böckmann aus Beckum, Rolf-Dieter Gronbach aus Odenthal, Karl-Heinz Heisterkamp aus Gladbeck, Rolf Kaden aus Gelsenkirchen, Horst-Dieter Kolpacz aus Remscheid, Leonhard Meurer aus Grevenbroich, Johannes Möhlen aus Bottrop, Dieter Richter aus Hamm, Eberhard Scharmüller aus Mülheim a.d. Ruhr, Manfred Schmitz aus Simmerath und Ricardo Wichtowski aus Dortmund.
  • aus Rheinland-Pfalz: Margrit Friebe aus Fußgönheim, Alois Krechel aus Mertloch und Matthias Meyer aus Metterich.
  • aus dem Saarland: Gerd Köhnen aus Schwalbach.
  • aus Sachsen: Frank Colditz aus Eppendorf, Wolfgang Gans aus Johanngeorgenstadt, Petra Hauptmann aus Freital, Gabriele Martin aus Plauen und Brigitte Riedel aus Syrau.
  • aus Sachsen-Anhalt: Jens Geßner aus Naumburg und Juanita Gräser aus Jessen.
  • aus Schleswig-Holstein: Renate und Manfred Simanowski aus Bargteheide und Marie Dorathea und Herbert Thrö aus Oeversee.
  • aus Thüringen: Gabriela Grüning aus Elxleben und Wolfgang Waginger aus Erfurt.

Während ihres Berlin-Aufenthaltes wurde den Ehrengästen einiges geboten. Am Vorabend des Weltblutspendertags zählte ein Besuch der aktuellen Erfolgsproduktion SHOW ME im Friedrichstadt-Palast zu den Highlights des Rahmenprogramms. Reichlich Gelegenheit, Berliner Luft zu schnuppern, hatten die Ehrengäste beispielsweise in rund 100 Meter Höhe am Panoramapunkt Potsdamer Platz, der mit Europas schnellstem Fahrstuhl in 20 Sekunden erreicht werden kann. Oder bei einer Schifffahrt durch Berlins historische Mitte vom Schiffsanleger Märkisches Museum zum Schiffsanleger Friedrichstraße/Reichstagufer. Den Höhepunkt bildete die feierliche Abendveranstaltung im Schloss Charlottenburg, bei der die Auszeichnung mit der von Jette Joop designten Ehrennadel und die Übergabe einer Ehrenurkunde durch die DRK-Vize-Präsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg sowie die Rotkreuz-Botschafterin Carmen Nebel erfolgte.

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