Die Plasmaspende

Blutplasma ist der flüssige Bestandteil des Blutes neben den Blutzellen.
Es besteht zu 90% aus Wasser und enthält quasi alle wichtigen Substanzen, die im Blut transportiert werden.

Plasma wird hauptsächlich zur Herstellung von wichtigen Medikamenten benötigt, die Patienten verabreicht werden, deren Blut durch Krankheit seine Funktion nicht mehr voll erfüllen kann, z.B. bei Blutgerinnungsstörungen oder lebensgefährlichen Abwehrschwächen.

Für Plasma besteht in Deutschland ein besonders großes Spendedefizit:
Derzeit fehlen knapp 200.000 Liter im Jahr. Diese Lücke kann bislang nur durch Importe von Plasma vor allem aus den USA geschlossen werden.

Die Plasmaspende

Deutschland und auch die anderen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union streben daher eine Selbstversorgung auch mit Blutplasma an. Dies soll durch die so genannte Plasmaspende geschehen, welche in der deutschen Bevölkerung allerdings noch weitgehend unbekannt ist.

Bei der Plasmaspende wird dem Spender das Blut entnommen und in einem speziellen Gerät (Plasmapherese-Gerät) während der Spende sofort in die einzelnen Bestandteile zerlegt. Die vom Plasma getrennten Blutbestandteile (z.B. rote, weiße Blutkörperchen) werden dem Spender direkt wieder zurückgegeben. Dieser Vorgang dauert in der Regel 30 bis 45 Minuten.

Da dem Plasmaspender nur der Plasma-Anteil des Blutes entnommen wird, kann er häufiger zur Spende kommen als ein Vollblutspender. Aus medizinischen Gründen wird lediglich ein Mindestspendeabstand von einer Woche empfohlen.

Das gespendete Gesamtvolumen darf jedoch 25 Liter, also je nach Abnahmemenge 40 oder 44 Plasmapheresen pro Jahr nicht überschreiten.

Durch die Vollblutspenden allein kann der Bedarf an Plasma nicht gedeckt werden. Plasmaspenden können häufiger und ergänzend zur Vollblutspende durchgeführt werden, wobei durch eine Plasmaspende allein 660 ml Plasma gewonnen werden können. Daher sollte sich jeder Blutspender einmal überlegen, ob er nicht zusätzlich zur Vollblutspende auch durch eine Plasmaspende helfen will.

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Regionale Versorgung:

Ihre Blutspende bzw. die Blutpräparate, die daraus entstehen, werden in Ihrer Region eingesetzt.

Die DRK-Blutspendedienste sorgen für eine sichere und gesicherte Versorgung mit Blut und Blutpräparaten an 365 Tagen im Jahr.

Gemeinnützig:

Die Blutspendedienste des DRK sind gemeinnützige Gesellschaften und dem Gemeinwohl verpflichtet.

Zusätzlich folgen die DRK-Blutspendedienste auch den ethischen Grundsätzen des Roten Kreuzes.